14.12.2015

ETH Tuning in der Division 2: Mehr geht nicht

Die Division 2 ist Geschichte. Die Fahrzeuge mit 1600ccm Saugmotor werden 2016 im Deutschen Tourenwagen Cup nicht mehr an den Start gehen. Somit ist es an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen.
Insgesamt stehen für ETH Tuning sieben Meisterschaften, fünf Vizemeisterschaften und zwei Siege in der Rookiewertung auf der Habenseite in der Division 2. Ein Wert, der in dieser Klasse den absoluten Maßstab setzt. Dazu natürlich noch die Rekorde für die meisten Siege, die meisten Punkte, die meisten Siege in einer Saison, die meisten Siege in Folge und, und, und… Sozusagen Werte für die Ewigkeit.

ETH Tuning war seit Beginn der Division 2 mit am Start. Damals fuhr die „kleine Klasse“ sogar noch als Bilstein Tourenwagen Cup ihr eigenes Rennen aus. Später vereinigte man die DTC und den BTC als Deutsche Produktionswagen Meisterschaft aus der später die ADAC Procar und schließlich wieder die DTC hervorging.
Die große Erfolgsstory startete 2005, als Guido Thierfelder seine erste Meisterschaft im Citroen Saxo VTS einfuhr, die er im Jahr darauf sogar verteidigen konnte. Mit Michael Bohrer als Vizemeister wurde 2006 eine noch erfolgreichere Saison.

Es folgte 2007 der Umstieg auf den Peugeot 207 Sport. Nach einem harten Entwicklungsjahr konnte dank kontinuierlicher Weiterentwicklung im Jahr 2008 die Vizemeisterschaft und 2009 endlich wieder die Meisterschaft gefeiert werden. Für die Saison 2010 wurde ein zweiter Peugeot 207 Sport aufgebaut, der in den folgenden Jahren das dominierende Fahrzeug in der Division 2 werden sollte. Gleich auf Anhieb feierte Guido Thierfelder 2010 mit diesem neuen Fahrzeug seine vierte Meisterschaft.

In darauffolgenden Jahr wurde es zwar „nur“ die Vizemeisterschaft, aber dafür wurde 2012 das bis dahin erfolgreichste Jahr. Insgesamt stand Guido Thierfelder 12 mal ganz oben auf dem Podium, davon sechsmal in Folge. Ein bis dahin nie erreichter Spitzenwert. Im gleichen Jahr ereignete sich am Nürburgring auch noch etwas anderes, was es so auch selten gegeben hat. Andreas Rinke, der eigentlich Mechaniker bei ETH Tuning war und über keinerlei Rennerfahrung verfügte, in den alten Citroen Saxo VTS und fuhr in der Qualifikation nicht nur seinem Teamchef, sondern auch allen anderen davon und holte sich die Pole Position. Zwar lief es in den Rennen mangels Erfahrung nicht so gut, aber zumindest ließ Andreas Rinke sein Können schon einmal aufblitzen.

Ab der Saison 2013 überließ Rekordmeister Guido Thierfelder die Fahrzeuge dann anderen Piloten und holte den erst 18-jährigen Österreicher David Griessner ins Team. Dieser Schritt sollte sich als Glücksgriff erweisen. Griessner siegte in insgesamt neun Rennen, davon achtmal in Folge und sicherte sich so die Meisterschaft und die Rookiewertung. Andreas Rinke belegte in seiner ersten kompletten Saison gleich den bärenstarken Rang drei in der Gesamtwertung.
Doch das absolute Rekordjahr in der Division 2 folgte erst 2014, als Alexander Rambow zum Team stieß und buchstäblich alles in Grund und Boden fuhr. Er gewann vom Start weg 13 Rennen in Folge und wurde souveränste Meister in der Division 2, den es je gab. Auch wenn Andreas Rinke manchmal die schnelleren Rundenzeiten fuhr, musste er sich Rambow geschlagen geben, wurde aber sehr guter Vizemeister und rundete so diese Top-Saison für ETH Tuning ab.

2015 sollte dann die letzte Saison der bisherigen Division 2 werden. Diese stand ganz im Zeichen der Jugend. Der erst 16-jährige Kevin Hilgenhövel stieg ins Meisterauto des Vorjahres und wollte nach dem Kartsport seine ersten Schritte im Tourenwagensport machen. Andreas Rinke ging als Favorit auf die Meisterschaft in diese Saison, war fast immer der schnellste Pilot auf der Strecke, verlor aber durch technische Probleme wichtige Punkte und wurde in einem dramatischen Saisonfinale doch wieder nur Vizemeister. Kevin Hilgenhövel steigerte sich im Verlauf der Saison kontinuierlich und wurde am Ende mit dem Gewinn der Rookiewertung belohnt.

Somit endet das erfolgreiche Kapitel Division 2 in der DTC für ETH Tuning. Wohin es nächstes Jahr geht, steht noch nicht genau fest. Wir würden uns aber freuen, euch wieder an der Strecke begrüßen zu können.